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ANTONI KNIGGE

MIRKA RAITO

METTE THIESSEN

FOLDED BODIES

oder absence de marquage

28.8.-5.9.2021

Soft Opening 27.8.2021, 18 - 22 Uhr

Soft Finissage 5.9.2021, um 15 Uhr

invited by Niina Lehtonen Braun

Die Ausstellung FOLDED BODIES oder absence de marquage ist die erste gemeinsame Ausstellung von Antoni Knigge (DE), Mirka Raito (FIN) & Mette Thiessen (DK) und zeigt neue, individuelle Arbeiten aus den Jahren 2020 und 2021. Die Ausstellung beschäftigt sich im weiteste Sinne mit „Präsenz“. Gezeigt werden Arbeiten mit verschieden Techniken: Malerei, Zeichnung, Installation und Collage. Alle drei Künstlerinnen leben und arbeiten in Hamburg. Antoni Knigge geboren in Bremen, studierte Freie Kunst und Malerei an der Akademie der bildenden Künste, Wien. Mirka Raito geboren in Helsinki, studierte Freie Kunst und Malerei an Akademie für Bildende Künste, Helsinki und an der HfbK, Hamburg. Mette Thiessen geboren in Aalborg, studierte Freie Kunst an der HfbK, Hamburg.

Aus dem Gedankenaustausch per E-Mail:

- ist nicht das Thema unserer Ausstellung "das Dazwischen"? Der Raum, der im Augenblick der Ausdehnung entsteht. Der Augenblick, der sich einem wie ein Frosch aus der Hand windet, während man versucht ihn zu halten. Die Luft, die kommt und geht. Der Atem. Das fragile Element Zeit und Vergänglichkeit...

- Wo ich jetzt seit einigen Tagen auf Frankreichs Landstraßen unterwegs bin, geht mir als Ausstellungstitel „absence“ oder „absence de marquage“ nicht aus dem Kopf, weil hier oft die Fahrbahnmarkierungen fehlen.

- Ja, ich finde den Titel sehr treffend. Es geht doch darum, auf einer Spur zu bleiben wo die vorgegebenen Orientierungspunkte fehlen. Es verlangt konzentrierte, wachsame Bewegungen bei denen man seinem eigenen Instinkt und dem Prozess vertrauen muss.

- Ich würde eigentlich gern „body“ im Titel vermeiden, weil es mir zu direkt ist und das Thema so eng macht. Mir geht es nicht um Körper. Sie stehen nur stellvertretend für etwas…

- Für mich geht es nicht um „absence“, auch wenn ich nachvollziehen kann, dass wir mit einer Art „Stellvertreter“ arbeiten. Aber das ist ja gerade das, was Kunst ausmacht und dadurch ist Abwesenheit für mich nicht das Gegenteil von Stellvertreter. Für mich ist gerade Materialität sehr wichtig und ich hatte deine Arbeit, Antoni, auch als sehr materialbezogen verstanden. Aber vielleicht sehe ich etwas anderes, als wo du eigentlich hin willst. Ich verstehe aber auch „bodies“ als eine Art Hinweis auf was Figürliches metaphorisch verstanden, also eher wie (abstrakte) Körper im Raum - zum Beispiel.

- Mir ist grad auf der Rückfahrt aufgefallen, dass meine Beschreibung von „absence“ gestern ganz unvollständig war. Absence ist ein sehr vielfältiger Begriff. Man versteht darunter auch eine Art Trance, eine Abwesenheit von Bewusstheit, wie bei Krankheiten oder einen anderen Zustand von Bewusstheit, wie bei einer Session, einem Rausch, einem Ritual…

- Mirkas Rorschach-Figuren haben für mich auch etwas Magisches, wie Totems. Und deine Zeichnungen, Mette, sind für mich das gestaltete Verschwinden von etwas, wie eine aktive, sichtbar gewordene Meditation über etwas Ungreifbares, Abwesendes. Über meine Arbeit fällt es mir schwer zu schreiben, aber bei euch sehe ich etwas, was mir sehr vertraut ist. Vielleicht ist „folded bodies“ dann unsere Schnittmenge?

- Mir gefällt deine Wahrnehmung von meiner Arbeit, Antoni. Es ist aber für mich eher eine Anwesenheit von Bewusstsein oder eine Art Bewusstwerdung im Ritual oder in der Wiederholung ohne Absicht. Vielleicht genauer gesagt, eine absichtslose Bewusstwerdung in der wiederholenden oder fast automatischen Handlung. Ich finde „folded bodies“ dann die gute Schnittmenge, es hat einen konkreten Bezug zu den Arbeiten von uns allen Dreien.

www.antoniknigge.de

www.mirkaraito.com

www.mettethiessen.de