Electric Dreamland Screening

ELECTRIC DREAMLAND PT. 1 - SCREENING

09 February 2020

ULU BRAun, Kerstin Honeit & Julian Öffler

ELECTRIC DREAMLAND PT. 1 - SCREENING

09 February 2020

INVITED BY FRANZ REIMER

This Screening is part of the exhibition ELECTRIC DREAMLAND - CATHARINA SZONN & DANIEL NEUBAUER

PROGRAM

Ulu Braun FREI ZEIT 16:10 min, HD, 2019

Wohlfühloasen, Erlebniswelten und Rastplatz. In einer vom Kapitalismus geprägten Gesellschaft hängen große Erwartungen am Nutzen der „freien“ Zeit. Es ist ein Erlösungsversprechen, welches sich aus der geleisteten Arbeit speist. Der Filmessay „Frei Zeit“ untersucht in meist statischen Einstellungen, wie sich dieses Konstrukt an öffentlichen, privaten und medialen Räumen darstellt und welches Konfliktpotential entsteht, wenn Träume mit der Realität kollidieren. Metaphorisch stellt sich die Frage: Wie wollen wir leben?

Kerstin Honeit TALKING BUSINESS Split Screen Video, 13:00 min, HD, 2014/15

In Talking Business (2014) treffen zwei Synchronsprecherinnen nach 30 Jahren wieder aufeinander. Beide hatten ihre Stimme zwei TV-Ikonen der in den 1980er-Jahren bekannten Fernsehserie Dynasty (dt. Der Den- ver-Clan) geliehen. In einer komplexen Schnittabfolge – das Video existiert auch als 3-Kanal-Installation – be- leuchtet Honeit das Spannungsfeld zwischen Stimme und Verkörperung, weiblichem Selbstbild und (medialer) Repräsentation.

Julian Öffler INSIDE THE WHITE CUBE 30 min, HD, 2019

Julian Öffler stellt mit Inside the white cube eine Aktion vor, die er während eines Residenzstipendiums im Kunst- verein Hannover durchgeführt hat. Ohne Wissen der Mitarbeiter*innen des Kunstvereins hat er sich in einer Transportkiste (...) in die Räumlichkeiten bringen lassen und diese nachts, als er alleine im Gebäude war, ver- lassen, um sich als Künstler die Kunsträume anzueignen und mit viel Ironie zu inszenieren. (...) Zusätzlich sieht man in dem Video auch die zahlreichen Verweisebenen, die Julian Öffler analytisch und ironisch eröffnet, von camouflageartiger Kleidung und Gesichtsbemalung über Referenzen wie das Trojanische Pferd bis zu der Tele- fon-Konversation mit einer Kuratorin, die Julian Öffler als fachliche Beratung dient und dies nutzt, um eine erste kunstwissenschaftliche Analyse zu starten. (...) In einer halben Stunde verfolgt man die Nacht des Künstlers im Kunstverein Hannover bis zu dem Moment, in dem er wieder abgeholt wird, ohne aufgeflogen zu sein. (...)

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